M31 – Von Münster nach Frankfurt – Busfahrt (Update: 22.03.)

Samstag, 31. März 2012: Europäischer Aktionstag gegen Kapitalismus – Fahrt zur Demo nach Frankfurt am Main
Wir wollen am 31. März mit dem Bus zur Demo nach Frankfurt fahren und dort gegen die europäische Krisenpolitik protestieren. Es wird von der Gruppe MAGIE und der FAU ein gemeinsamer Bus aus Osnabrück und Münster organisiert, der am selben Abend nach der Demo zurückfahren wird. Die Tickets kosten 20 Euro, die Abfahrt in Münster ist Samstagmorgen gegen 9 Uhr.
Einige Karten sind noch da: Ihr könnt sie tagsüber im Interkulturellen Zentrum Don Quijote erwerben, oder per mai reservieren unter faums@fau.org!
Mehr Info zum Aktionstag unter http://march31.net/de/ !
Zeitgleich zur Demo in Frankfurt finden antinationale und
sozialrevolutionäre Demonstrationen in Spanien, Griechenland und anderen
europäischen Staaten sowie eine Soli-Asamblea bei Occupy Wall Street statt.
Die Herrschenden in den Mitglieds- und Beitrittsstaaten der EU reagieren auf die Krise des real existierenden Kapitalismus mit mehr “Wettbewerb” und einem brutalen Sparkurs, der nicht nur Griechenland betrifft, sondern als Modell für weitere Staaten dient und sich letztlich auch auf die Staaten Mittel- und Nordeuropas auswirken wird. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen:
Soziale Sicherheiten werden gestrichen, öffentliche Güter privatisiert, die Rechte von Lohnabhängigen beschnitten und soziale Kontrollen verschärft. Nach einer aktuellen Studie der Uni Duisburg-Essen arbeiten etwa 23 Prozent der Beschäftigten in Deutschland inzwischen im Niedriglohnsektor und müssen mit weniger als 9 Euro 15 brutto pro Stunde auskommen. Fast 800.000 Vollzeitbeschäftigte erhalten weniger als sechs Euro pro Stunde und kommen damit auf einen monatlichen Verdienst von weniger als 1.000 Euro brutto. Deutschland ist das einzige Land in der EU, in dem der Reallohn in den vergangenen Jahren um 0,8 Prozent gesunken ist.
In Griechenland geben doppelt so viele Familien wie im vorigen Jahr ihre Kinder in SOS-Kinderdörfer, weil sie sie nicht mehr ernähren können.
In Spanien ist jeder zweite Jugendliche bis 25 arbeitslos, in den USA jeder fünfte.
Doch diese Verhältnisse sind von Menschen gemacht und können daher auch von uns verändert werden! Wir wollen uns europaweit organisieren, der Europäische Aktionstag ist ein erster Schritt in diese Richtung.