Willkommen auf der Homepage der FAU Münsterland!

link-fau-orgWir sind eine lokale Sektion der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union, eines Zusammenschlusses von unabhängigen Basisgewerkschaften, die sich am  Anarchosyndikalismus orientieren. Wir wollen kämpferische gewerkschaftliche Strukturen aufbauen. Hier in Münster sind wir derzeit ein vergleichsweise kleines und junges Syndikat. Wir informieren über Arbeitsrecht und gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten.Wir beschäftigen uns aktuell insbesondere mit Minijobs und prekärer Beschäftigung sowie mit und in Kollektivbetrieben. Außerdem organisieren wir Bildungs- und Kulturveranstaltungen.Wenn Ihr hieran, an basisgewerkschaftlicher Arbeit im Allgemeinen und Möglichkeiten der Gegenwehr gegen Zumutungen in Eurem Job interessiert seid, meldet Euch gerne per Mail oder Facebook und/oder kommt vorbei: Unser monatliches offenes Treffen findet am 3. Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr im Selbstverwalteten Zentrum in der Nieberdingstraße 8 statt. Veranstaltungshinweise siehe unten oder bei münster alternativ.

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Samstag, 4. Juli: Geigerzähler in concert

Punk ohne Gitarre, Schlagzeug und Bass, aber dafür mit Geige und Paul.

…im Selbstverwalteten Zentrum…
…Beginn: 20.30 Uhr oder so…
…Eintritt: Spende…

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Neue FAU-Münsterland-Broschüre: Dein Recht im Minijob

Was ist eigentlich, wenn ich mal krank werde und nicht arbeiten kann?

Ich habe keinen schriftlichen Vertrag – was habe ich eigentlich in der Hand, wenn’s Streit gibt?

Ich bekomme Schichten , aber dann schicken sie mich einfach wieder nach Hause und bezahlen mich nicht – dürfen die das?

Wozu eine Gewerkschaft – der Chef kündigt doch einfach alle, die aufmucken!?

Ich will kündigen – was kann ich für mich noch rausholen?

Fragen, die Ihr Euch vielleicht stellt, wenn Ihr in so genannten Minijobs (450€-Jobs) arbeitet. Dass viele Betriebe gesetzliche Mindeststandards verletzen, ist die eine Seite der Medaille – die andere ist, dass die Beschäftigten ihre Rechte kaum kennen, dass es meistens keinen Betriebsrat gibt, der etwas dagegen unternimmt, dass kaum jemand in einer Gewerkschaft organisiert ist und dass diese sich überwiegend kaum um die „Aushilfen“ und ihre Probleme kümmern.

Das soll und muss aber nicht so bleiben und daher gibt es unsere neue Broschüre „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt – Dein Recht im Minijob“. Wir wollen hier in aller Knappheit erklären, was Minijobs sind und wie sie funktionieren. Wir wollen zeigen, dass Ihr Rechte habt, die Ihr mit etwas Hartnäckigkeit und Wissen – mit oder ohne gewerkschaftliche Unterstützung – durchsetzen könnt. Wir wollen Mut machen, dass auch im Minijob-Sektor die Beschäftigten, wenn Sie sich zusammentun, den Chefs bessere Arbeitsbedingungen abtrotzen können, und wir wollen Tipps dafür geben.

Wir freuen uns über Feedback, Ergänzungen, Verbesserungen, Erfahrungsberichte an die Adresse faums[ätt]fau.org. Oder komm‘ gerne zu unseren offenen Treffen, die zurzeit am 3. Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr im Selbstverwalteten Zentrum Nieberdingstr. 8 stattfinden.

Zur Broschüre im PDF-Format

Zum Inhalt der Broschüre im html-Format

Weitere Infos, Links und Beispiele für gewerkschaftliche Aktion

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Kommenden Donnerstag: Deutsche AntifaschistInnen in Barcelona (1933-1939) – Lesung mit Dieter Nelles

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Das Problem heißt nicht einfach »Pegida«! – Unser Flugblatttext zur Demo

Das Erstarken von Bewegungen wie Pegida geht mit einer tiefgreifenden Verunsicherung über das bestehende politische und wirtschaftliche System einher. Die Linke, die Gewerkschaften und andere emanzipatorische Kräfte schaffen es offenbar nicht mehr, ihre eigene gesellschaftliche Vision als Antwort auf diese Verunsicherungen zu kommunizieren. Anstatt schlichtweg „gegen Pegida“ zu demonstrieren, sollten wir unsere gemeinsamen Interessen wahrnehmen und uns im Alltag gegen Ausbeutung, Diskriminierung und autoritäre Strukturen organisieren. Und dazu ist eine kämpferische Gewerkschaft genau das richtige Mittel! Das ist unsere Botschaft an die hoffentlich zahlreichen Demonstrant*innen am 30. Januar in Münster.

Überall in Europa erleben wir aktuell ein Erstarken rassistischer, autoritärer und nationalistischer Bewegungen. Die Gründe dafür sehen wir vor allem in den materiellen
Ängsten der Bevölkerung, der Verbreitung populistischer Erklärungsmuster zu aktuellen
gesellschaftlichen Umbrüchen und dem autoritären Umgang mit wirtschaftlichen
und gesellschaftlichen Krisen: »Mutti soll es richten«!? Immer mehr Menschen werden
sich der Unsicherheit unseres politischen und wirtschaftlichen Systems bewusst. Doch eine fundierte und breite Diskussion darüber findet nicht statt. Wollen wir unsere Mitmenschen nicht an Rechte und Populisten verlieren, müssen wir handfeste Alternativen entwickeln.

Und da hilft eine gute Gewerkschaft!

Wir streben eine Welt frei von Bevormundung, Ausbeutung und Diskriminierung an:
Nicht erst irgendwann, sondern in greifbarer Reichweite. Wir können staatliche und wirtschaftliche Strukturen nur von unten her in die Knie zwingen, in dem wir auf der Arbeit, in der Schule, an der Uni, auf dem Amt und zu Hause unsere gemeinsamen Interessen abstimmen und durchsetzen. Wir brauchen eine kompromisslose, internationale Gewerkschaftsarbeit! Wir müssen verhindern, dass sich Kolleg*innen aus verschiedenen Ländern mit Standortargumentationen gegeneinander ausspielen lassen. Wir müssen verhindern, dass unsere eingewanderten Kolleg*innen zum Feindbild werden, anstatt der Unternehmen, die sich auf deren und unsere Kosten bereichern. Aber auch als Schüler*innen, Auszubildende oder Studierende dürfen wir uns nicht tagtäglich gegeneinander ausspielen lassen, sondern sollten unsere gemeinsamen Interessen erkennen und dafür kämpfen. Diese Alternative versuchen wir als Freie Arbeiter*innen-Union (FAU) zu leben. Wir versuchen damit täglich Arbeit zu leisten, um
populistischen und nationalistischen Tendenzen den Boden zu entziehen. Gleichzeitig wollen wir die Chance erhöhen, noch eine gerechtere, freie Welt erleben zu können.

Egal ob du erwerbslos bist, studierst, als Selbständige*r, im Minijob oder Vollzeit arbeitest, vielleicht dich auch ohne Papiere im Land aufhältst: Du kennst Menschen, hast Interessen, Wissen, Talente und Möglichkeiten in deiner Lebensrealität mit gegenseitiger Unterstützung etwas zu bewegen. Daher: Hilf uns, hilf anderen und hilf dir selbst – organisier dich mit uns zusammen, eine solidarische, kämpferische, antinationalistische Gewerkschaftsbewegung zu schaffen!

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Freitag 13. Februar: FAU-Infoabend – Ausbeutung im Schweinegürtel

Ausbeutung im Schweinegürtel – Wie osteuropäische Arbeiter*innen geprellt werden, wie in Fleischindustrie und Landwirtschaft Arbeitsrechte verletzt werden, und welche Möglichkeiten wir haben, daran etwas zu ändern.

Mit dem spektakulären Fall der rumänischen Arbeiter am Milliardenprojekt „Mall of Berlin“ erhielt das Thema Ausbeutung migrantischer Arbeiter*innen große mediale und gewerkschaftliche Aufmerksamkeit – das ist nur eine Spitze des Eisbergs: Falsche Versprechungen, geprellte Löhne, insolvente Subunternehmen, menschenunwürdige Unterbringung oder Obdachlosigkeit… – das passiert auch vor unserer Haustür, im Münsterland ist z.B. die Fleischindustrie eine typische Branche. Oft ziehen die Betroffenen solcher Praktiken weiter, ohne ihre Löhne erhalten zu haben: Es fehlen ihnen materielle Ressourcen oder Sprachkenntnisse; (gewerkschaftliche) Unterstützungsstrukturen sind nicht flächendeckend vorhanden, und manchmal hilft selbst der Gang zum Gericht nicht. Dennoch: Gegenwehr ist möglich!

Von miesen Touren und gelungener Mobilisierung der lokalen Öffentlichkeit berichten Aktive, die im 2013 und 2014 polnische Arbeiter in Emsdetten unterstützten. Weitere Praxiserfahrungen steuert die FAU bei: Manchmal reicht eine kleine gewerkschaftliche Intervention aus, um Lohnforderungen durchzusetzen, manchmal beißt man sich jedoch die Zähne aus…

Freitag 13.2., 20 Uhr
Selbstverwaltetes Zentrum, Nieberdingstr. 8

Ab 19 Uhr Offenes Treffen für Interessierte.

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Fr. 9.1.2015: Offenes Treffen, Einführung + Input zu aktuellen Kämpfen

Wir beginnen das neue Jahr mit einem Infoabend für Interessierte: Am Freitag, 9. Januar ab 19 Uhr findet unser monatliches offenes Treffen in der Nieberdingstr. 8 statt. Neben der Gelegenheit zum Kennenlernen gibt es einen Input zu aktuellen gewerkschaftlichen Kämpfen. Insbesondere wollen wir über den Lohnkampf an der Mall of Berlin informieren – und hoffentlich Erfolg vermelden können, aber auch nicht vergessen, dass derartige Ausbeutungsverhältnisse keine Ausnahme sind und auch hier in der Region vorkommen, insbesondere in der Fleischindustrie, wie ein Beispiel aus Emsdetten im vergangenen Jahr zeigt. Wer schon etwas mehr wissen will:

Hier gibts aktuelle Infos zur Mall of Berlin: berlin.fau.org/mall und facebook.com/mallofberlin

…sowie zum „Schweinegürtel“ ein Beitrag aus der Zeit.

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[Video] Vadim Damier: Krieg in der Ukraine. Machtproben in einem zerrissenen Land

Am 10. November war Vadim Damier aus Moskau zu einem Vortrag in Münster. Wir unterstützten die Veranstaltung. Die Filmwerkstatt Münster und die Zeitung Graswurzelrevolution dokumentieren den ganzen Vortrag (90 Min.) als Video bei Youtube.

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Eine kleine Terminvorschau

…und zwar rückwärts:

* am Dienstag, den 16.12., 19.30 Uhr. gibt’s in der Nieberdingstr. 8 eine Lesung und Diskussion: „Ein Streifzug durch das Lexikon der Leistungsgesellschaft oder was neoliberale Ideologie mit dem Alltag zu tun hat“:

flyer_friedrich Der Streifzug durch alltägliche Begriffe der „Leistungsgesellschaft“ möchte in assoziativer und mitunter unterhaltsamer Weise die gegenwärtige Ideologie des Kapitalismus erkunden. Sebastian Friedrich ist Publizist und Aktivist. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und aktiv bei der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP). Regelmäßig erscheint in der Monatszeitszeitschrift Analyse&Kritik seine Kolumne „Lexikon der Leistungsgesellschaft“.

* Drei Tage vorher, am 13.12. sind wir auf der Alternativen Party in der Baracke, die um 20 Uhr mit einem Konzert beginnt.

* Am selben Tag findet in Münster eine Demonstration gegen das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP statt. Mehr dazu gibt es hier.

* Am Freitag, den 12.12. ist unser monatliches Offenes Treffen, wiederum in der Nieberdingstr. 8.

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Was bedeutete der Gesetzentwurf zur Tarifeinheit, wenn er denn „Recht“ würde?

Arbeitgeber und Regierung wollen Tarifeinheit, Streiks erschweren und angeblich dabei das Streikrecht nicht einschränken. Was steckt drin im Gesetzentwurf? Was würde er für kleine, kämpferische Gewerkschaften bedeuten? Was für ein Humbug wird und eigentlich gerade in den Medien erzählt? Eine Einschätzung zum Mithören von Arbeitsrechtsexperte Dr. Rolf Geffken bei Radio Dreyeckland.

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