Willkommen auf der Homepage der FAU Münsterland!

link-fau-orgWir sind eine lokale Sektion der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union, eines Zusammenschlusses von unabhängigen Basisgewerkschaften, die sich am Konzept des Anarchosyndikalismus orientieren. In Münster sind wir (noch?) eine recht überschaubare Gruppe und arbeiten in ganz unterschiedlichen Branchen. Wir beschäftigen uns aktuell insbesondere mit und in Kollektivbetrieben sowie thematisieren die Mietenproblematik (im Rahmen des Bündnisses “Recht auf Stadt“) und prekäre Arbeitsbedingungen. Wenn Ihr hieran, an basisgewerkschaftlicher Arbeit im Allgemeinen und Möglichkeiten der Gegenwehr gegen Zumutungen in Eurem Job interessiert seid, meldet Euch gerne per Mail oder Facebook und/oder kommt vorbei: Unsere Treffen sind offen und finden am  2. Freitag im Monat um 19 Uhr statt. Veranstaltungshinweise siehe unten oder bei münster alternativ.

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Gegen Ausbeutung im Minijob – Kenne Deine Rechte!

Nicht nur die Erfahrungen der FAU Dresden und Regensburg, die einen lokalen Gastronomie-Lohnspiegel erstellt und damit einigen Wirbel ausgelöst haben, zeigen, dass gerade in Nebenjobs und geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen  oft nicht nur miserable Löhne gezahlt werden, sondern auch an sich “selbstverständliche” Ansprüche wie bezahlter Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall überhaupt nicht selbstverständlich sind. Aus Sicht der Betriebe: Wozu auch, solange niemand Krach schlägt?

Und Schüler*innen und Studierende stehen massenhaft bereit, sind zufrieden, einigermaßen stressfrei was dazuzuverdienen, andere sind auf einen Nebenjob unbedingt angewiesen… “Jung und billig” halt. Das nutzen Betriebe teils systematisch aus.

2014-07-10 09.51.14Dabei gesteht das Gesetz auch Minijobber*innen die gleichen Rechte zu wie anderen Teilzeitkräften – allerdings wissen das viele nicht, und andere setzen ihre Rechte nicht durch, denn “Ist ja nur ein Job und wenns Mist ist, such ich halt einen neuen…”, oder “um des lieben Friedens willen” oder um nicht die Kündigung zu riskieren.

Aber wenns eh nur ein Sch***-Job ist, warum nicht das möglichste rausholen, wenns eh absehbar nicht mehr ewig dauert … oder die Kündigung auch kein Beinbruch wäre? Und vielleicht (gar nicht mal selten) wäre die Kündigung ja eh unwirksam, weil Chef zu doof… Weiterbeschäftigung erstreiten – oder vielleicht ne nette Abfindung kassieren? Oder auch den Lohn für eine unbezahlte Probeschicht kassieren…

Und wenn viele unzufrieden sind und drohen zu gehen, wenn’s nicht besser wird, warum nicht gemeinsam vorgehen, Forderungen stellen…

Die Anarchosyndikalistische Jugend Berlin hat eine gut lesbare und einführende Broschüre zu Arbeitsrechten im Minijob erstellt, sowie weiteres Kampagnenmaterial, Tipps und Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Die FAU Münsterland greift diese Kampagne auf. Ihr findet uns gelegentlich mit einem Infotisch, z.B. am Samstag den 12. Juli abends in der Baracke (Aasee). Auch sind Interessierte zu unseren monatlichen offenen Treffen herzlich willkommen, und zwar immer am 2. Freitag im Monat ab 19 Uhr in der Nieberdingstr. 8 (also am 11. Juli)

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27. Mai: Buchvorstellung “Zwangsräumungen verhindern” mit dem Autor Peter Nowak

19:30,  Nieberdingstr. 8

Seit Jahren werden in Deutschland tausende Menschen zwangsweise aus ihren Wohnungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einigen Monaten lassen sich Mieter*innen nicht mehr still vertreiben. Die Berliner Kampagne „Zwangsräumungen verhindern“ mobilisiert mittlerweile wöchentlich gegen Räumungen. Das Buch geht auf ihre Vorläufer in der Weimarer Republik ein, und wirft einen Blick auf Spanien, wo die Bewegung gegen Wohnungs- und Häuserräumungen ein innenpolitischer Faktor ist.

Ein Interview mit der SozioIogin Ceren Türkmen widmet sich der Frage, warum sich viele Menschen mit migrantischen Hintergrund gegen Zwangsräumungen wehren. Ein Kapitel behandelt den Widerstand von Senior*innen und die öffentlichen Reaktionen darauf. In einem Interview mit Aktivist*innen geht es um die Perspektiven und Grenzen des Widerstands gegen die Zwangsräumungen.

Veranstaltet von Bündnis Recht auf Stadt Münster, edition assemblage, FAU Münsterland und unterstützt vom AStA der Uni-MS

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Beitrag der FAU zum 1. Mai: Tarifeinheit per Gesetz verhindern!

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Konzert verpasst? Schade, aber immerhin gibt es Tonträger.

CDs von unserem berliner Genossen Paul Geigerzähler bekommt Ihr nun im Interkulturellen Zentrum Don Quijote und bei Fairdruckt. Die Solo-CD kostet 6€ und mit Uta im Duett als Berlinska Droha (sorbisch: “Straßen von Berlin”) für 13.50€ . Exklusiv bei Fairdruckt gibts Pauls erste selbstgedruckte T-Shirts für knackige 14€. 1509271_766360173398626_1638326235865114465_n

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Montag 10. März: Lesung “Schwarze Flamme”

Am 10. März gibts eine Lesung mit Andreas Förster, einem der Übersetzer des vieldiskutierten Buches “Schwarze Flamme – Revolutionäre Klassenpolitik im Anarchismus und Syndikalismus”. 20 Uhr im Interkulturellen Zentrum Don Quijote.CC_Walt_Schmidt_SF1_30x45_150_T

“Schwarze Flamme” ist eine Geschichte der Gegenmacht: Lucien van der Walt und Michael Schmidt legen eine umfassende Systematik und internationale Geschichte des Anarchismus und Syndikalismus und eine Auseinandersetzung mit Kernfragen wie Organisierung, Strategie und Taktik vor. Vom 19. Jahrhundert bis zu heutigen antikapitalistischen Bewegungen zeichnen sie anarchistische Traditionen und seine zeitgenössischen Formen nach und untersuchen anarchistische Positionen zu Rasse, Gender, Klasse und Imperialismus. Mit seinem großen Umfang und der internationalen Dimension der Materialsammlung – auch zu Lateinamerika, Asien und Afrika gibt es umfassende Informationen – darf das Buch bereits jetzt als Standardwerk anarchistischer und syndikalistischer Geschichtsschreibung gelten: systematisch, kontrovers und ausgesprochen gut lesbar.

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15.3. Demo in Emsdetten gegen miese Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie

emsdetten

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Donnerstags im Januar…

… sind wir mit einer Party zusammen mit der Gruppe BASTA und einer Filmreihe im Interkulturellen Zentrum Don Quijote am Start:

Do. 2. Januar 2014, Baracke, Scharnhostrstr. 100:

*** FIESTA ZAPATISTA ***  Solidaritäts-Party für die zapatistische Autonomie 19 Uhr: Film- & Infoveranstaltung DER AUFSTAND DER WÜRDE Die zapatistische Bewegung in Chiapas/Mexiko (Dokumentarfilm MEX/BRD 2007, 65 Min., Zwischenzeit e.V.) 21 Uhr: Konzert THEE EVIL BAD (Splatterpunk/Münster) ANTI-STAATIK (Grindcore/Kiel) DANACH: TANZBARES ZWISCHEN LATIN / SKA / KLEZMA VOM PLATTENTELLER  organisiert von: Gruppe B.A.S.T.A. & FAU Münsterland

DonQuino – Der Dokufilmdonnerstag im DonQuijote – immer 20.15 uhr, anschließend Kneipe.

9.1. PUNK als Widerstand Film: “Noise and Resistance” Dokumentation über die europäische Punkrockszene im 21. Jahrhundert, die viel mehr als nur eine musikalische Bewegung ist. 16. 1. WAGEN LEBEN? LEBEN WAGEN! Wagenplätze und Widerstand gegen Gentrifizierung in Freiburg. Filmausschnitte zu den “Schattenparkern” und “Kommando Rhino” 23. 1. DIEFABRIK MACHT KAPUTT Film: “J’ai (très) mal au travail”, französisch mit dt. UT | 85 min | 2007 |  Ein 90minütiger Dokumentarfilm über die moderne Arbeitsorganisation und ihre Gefahren. Humorvoll und ironisch montiert « J’ai (très) mal au travail » Interviews mit den Arbeiter_innen mit Ausschnitten aus Werbeclips und Filmen und erzeugt damit ein allarmierendes Portrait der heutigen Arbeitswelt. 30.1. DER MOND IST NUR DEKO Film: “Die Mondverschwörung”. Eine satirisch-dokumentarische Reise in die Untiefen deutscher Mondverehrung: Der US-amerikanische Reporter Dennis Mascarenas sondiert den breiten Markt an Mondprodukten und lässt in entlarvenden Interviews mit Mondlandbesitzern, UFO-Gläubigen und Vertretern von fragwürdigen esoterischen bis antisemitischen Theorien Deutschlands finsterste Vergangenheit lebendig werden.

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Solidarität mit den Ford-ArbeiterInnen aus Genk und Köln!

Im Oktober hat die Staatsanwaltschaft Strafbefehle gegen 13 Ford-ArbeiterInnen beantragt, die am 7. November 2012 gegen die Schließung des Ford-Werkes im belgischen Genk protestiert haben.

Die FAU Münsterland erklärt sich solidarisch mit den mutigen ArbeiterInnen von Ford, die aufgrund ihres Arbeitskampfes von der Staatsanwaltschaft kriminalisiert werden. Wir bedauern, dass sie Opfer unverhältnismäßiger Polizeigewalt bei der Demo am 07.11.2012 wurden. Der Ford-Konzern spielt gezielt verschiedene Werke gegeneinander aus und vernichtet Tausende Jobs im Interesse der Profitmaximierung.

Mehr Infos auf der Seite des Solikreises: http://solikreis07nov.wordpress.com/

Mehr Solidarität ist dort natürlich immer willkommen!

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Aktuelles aus der FAU und Münster

Libert_rer_Tach_mit_Krach_PlakatAm 5. Oktober gibt es ein besonderes Event in der Baracke: Sechs Vorträge und drei Bands in schwarz und rot.

Frisch eingetroffen und im Don Quijote sowie bei Fairdruckt käuflich zu erwerben ist der Syndikal 2014 im bewährten Taschenkalenderformat und mit Inhalt. 6,50€.

Und nicht übersehen sollte man diese Neuerscheinung bei der Edition Nautilus:

Lucien van der Walt / Michael Schmidt: Schwarze Flamme
Revolutionäre Klassenpolitik im Anarchismus und Syndikalismus

Aus dem Englischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von
Andreas Förster und Holger Marcks. Diese beiden Herren werden uns voraussichtlich in Kürze besuchen.

syndikal2014_umschlag

 

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Wem gehört die Stadt? – Aktionswoche vom 8. – 14.9.2013

Hohe Mieten werden in vielen Großstädten zum immer größeren Problem für viele Haushalte, gerade Familien und Geringverdienende. Innenstadt können sich viele nicht mehr leisten (mal abgesehen davon, dass Platz für alternative Kultur oder andere Unkonformität dort immer weniger vorgesehen ist). Daher halten wir diese Aktionswoche für wichtig und beteiligen uns daran.

Hier das kurzgefasste Programm:

Sonntag, 20 Uhr, AStA-Wiese, Schlossplatz 1
Filmabend ‚Betongold – Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam.‘ Eine
Dokumentation über den europäischen Immobilienboom und die Unsicherheit
der Betroffenen.

Montag 09.09.

16 Uhr, AStA-Wiese, Schlossplatz 1
DIY-Workshop Stencils
Stencils sind Schablonen für Sprühfarben, mit denen mensch auch ohne
Vorkenntnisse schöne Bilder sprayen kann. Im Workshop üben wir das
Erstellen, Ausschneiden und Anwenden. Bastelmaterial und ein paar Motive
sind vorhanden, können aber auch gerne mitgebracht werden.

18 Uhr, Hörsaal S8 im Schloss:
Zwischen Betongold und Disneyfication: Münster im Spiegel des
alternativen Wohnungsmarktberichts
Analysen zur Lage auf dem Münsteraner Wohnungsmarkt, u.a. zu den Themen:
Ursachen der Mietpreisexplosion, Preisentwicklungsdynamiken bei den
Betriebskosten, Probleme bei der Wohnungssuche, Privatisierung von
Stadtwerken und Wohnungsgesellschaften.

Dienstag 10.09.

15 Uhr, Treffpunkt Bremer Platz, Hinterausgang Bahnhof
Stadtführung zum Thema Immobilienspekulation
Bei einem ca. 1 ½ – stündigen Stadtrundgang wollen wir vor den Gebäuden
verschiedener Immobilienfirmen Halt machen und thematisieren, welche
Rolle sie auf dem Wohnungsmarkt in Münster spielen und wie sie mit
Immobilienspekulationen satte Gewinne erwirtschaften.

18 Uhr, Treffpunkt Rathausinnenhof
Rebellinnen-Stadtführung
Dieser Rundgang begibt sich auf die Spuren von Frauen, die in Münster
politisch aktiv waren (die ersten Stadträtinnen, Mathilda Franziska
Anneke, Ulrike Meinhof, Cécile Lecomte).

20 Uhr, Paul-Gerhardt-Haus (Friedrichstraße 10)
Das Bündnis Zwangsräumung Verhindern NRW stellt sich vor
Marius Godelet von der Initiative „Zwangsräumung Verhindern NRW“ erzählt
uns von der Arbeitsweise, Philosophie und dem Ausblick des noch jungen
Bündnisses. Mit anschließender Diskussion.

Mittwoch 11.09.

10 Uhr, Treffpunkt vorm Historischen Rathaus
Öffentliche Aktion gegen Wohnungsnot und steigende Mieten.
Bringt Möbel und Essen mit!

16 Uhr Treffpunkt 1: AStA-Wiese, Schlossplatz 1(mit Rädern)
17 Uhr Treffpunkt 2: Sprickmannplatz in Kinderhaus-Brüningheide
Wohnungspolitische Rad- und Stadtteiltour
Münster ist nicht überall schick, auch marode Wohnblöcke wie in der
Brüningheide gehören dazu. Und hier wie dort erzielen Investoren satte
Renditen. Thomas Kollmann vom Begegnungszentrum Sprickmannstraße führt
uns durch die Brüningheide, doch auch auf dem Weg dorthin gibt es
einiges zu erfahren.

20 Uhr, Paul-Gerhardt-Haus (Friedrichstraße 10)
Die Häuser denen, die drin wohnen!
In Münster gibt es eine lange Tradition von Hausbesetzungen. Ein Rückblick.

Donnerstag 12.09.

16 Uhr, Stadthaus 2 am Ludgeriplatz
Wir treffen uns vor der Abschiebebehörde, um über die rassistische
Praxis des Racial Profilings (besonders in Bahnhöfen) zu informieren.

18 Uhr, Treffpunkt: Museum für Lackkunst, Windthorststraße 26
You’ll never walk alone – Kameraspaziergang
Bei einem Kameraspaziergang durch die Münsteraner Innenstadt wollen wir
aufzeigen, wie auch hier (Kamera-)Überwachung, Sicherheitspolitik und
Gentrifizierung zusammenhängen und unseren Alltag beeinflussen.

20:30 Uhr, Stadthaus 2 am Ludgeriplatz
Filmvorführung „Residenzpflicht“
Im Film kommen Geflüchtete zu Wort, die ihre Situation in der BRD
(Residenzpflicht, unhaltbare Zustände in Unterkünften etc.) beschreiben.
Eine Veranstaltung der Gruppe Grenzfrei.

Freitag 13.09.

12-17 Uhr, Domplatz
Gemeinschaftliches Wohnen in Münster.
Essen und Diskutieren auf dem Domplatz mit dem Arbeitskreis Wohnprojekte.

16 Uhr, Treffpunkt Ludgerikirche (gegenüber von McDonald’s)
Konsumkritische Stadtführung
Was hat unser Konsum mit der Globalisierung zu tun? Welche direkten
Auswirkungen hat unser Kauf- und Konsumverhalten auf die Länder des
Globalen Südens? Der interaktive Stadtrundgang möchte auf diese Themen
aufmerksam machen und zusammen mit den Teilnehmer*Innen
Handlungsalternativen diskutieren. Veranstalter: la tienda e.V.

20 Uhr, Paul-Gerhardt-Haus (Friedrichstraße 10)
Wohnraum als Ware und die Utopie eines selbstbestimmten Wohnens
Wie ist der aktuelle Umgang mit Boden und Wohnraum historisch
entstanden? Welche Auswirkungen hat das auf das Leben und Denken der
Menschen? Wie könnte ein anderes Wohnen aussehen? Veranstalter: IL Münster

Samstag, 14.09. 20 Uhr, Treffpunkt Bremer Platz
Nachttanzdemo
Zum Abschluss der Woche wollen wir die Verhältnisse mit Euch zum Tanzen
bringen.

Permanent

Die gesamte Woche über ab dem 10.09. um 10 Uhr an der Steinfurter Straße
Ecke Ring:
Freiraum-Werkstatt
Wir setzen uns gedanklich und handwerklich mit einer freien Fläche
auseinander – schnapp dein Werkzeug und bau mit! Eine Aktion von und mit
Studierenden der Kunstakademie.
Hier die Ankündigung des Bündnis Recht auf Stadt Münster:

Wir erleben gerade, wie in Münster und vielen anderen Städten in Deutschland die Mietpreise explodieren und für viele Menschen kaum noch bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Zugleich verwandelt sich die Stadt immer mehr in ein Unternehmen, das nicht nach sozialen und ökologischen Kriterien, sondern nur noch nach betriebswirtschaftlicehn Gesichtspunkten geführt wird: Gemäß der Logik der Profitmaximierung, zum Wohle anderer Unternehmen und zum Wohler derer, die sich diese Stadt leisten können. Das Resultat sind Zerstörung sozialer Strukturen, Ausgrenzung und der Ausverkauf öffentlicher Güter und Infrastruktur.

Damit wollen wir uns nicht abfinden!

Wir glauben dagegen, dass jede*r unabhängig von Einkommen und sozialer Position ein Recht auf Stadt hat. Wir haben alle das Recht auf bezahlbaren und lebenswerten Wohnraum, auf Beteiligung an städtischen Entscheidungen, auf Zugang zu Mobilität. Weder akzeptieren wir allgegenwärtigen Konsumzwang im öffentlichen Raum noch die damit verbundene Ausgrenzung von Menschen, die sich nicht daran beteiligen wollen oder können. Die Fokussierung auf eine glitzernde Konsumwelt und der Hype um die „Marke Münster“ verdecken, dass von diesen urbanen Verdrängungsprozessen immer mehr gesellschaftliche Gruppen erfasst werden – auch wenn dies weiterhin vorrangig Menschen wie Geflüchtete, prekär Beschäftigte, Arbeitslose … trifft.

Folglich ist es an der Zeit, das Recht auf Stadt wieder offensiv einzufordern und solidarisch für die Wiederaneignung zu streiten. Wie in anderen Städten hat sich dazu auch in Münster ein „Recht auf Stadt“-Bündnis gegründet, das aus prateiunabhängigen Gruppen und Einzelpersonen besteht. Mit einer Aktionswoche Anfang September wollen wir beginnen, konsequent und selbstbewusst in den öffentlichen Diskurs zu intervenieren.

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