Willkommen auf der Homepage der FAU Münsterland!

link-fau-orgWir sind eine lokale Sektion der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union, eines Zusammenschlusses von unabhängigen Basisgewerkschaften, die sich am  Anarchosyndikalismus orientieren. Wir wollen kämpferische gewerkschaftliche Strukturen aufbauen. Hier in Münster sind wir derzeit ein vergleichsweise kleines und junges Syndikat. Wir informieren über Arbeitsrecht und gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten.Wir beschäftigen uns aktuell insbesondere mit Minijobs und prekärer Beschäftigung sowie mit und in Kollektivbetrieben. Außerdem organisieren wir Bildungs- und Kulturveranstaltungen.Wenn Ihr hieran, an basisgewerkschaftlicher Arbeit im Allgemeinen und Möglichkeiten der Gegenwehr gegen Zumutungen in Eurem Job interessiert seid, meldet Euch gerne per Mail oder Facebook und/oder kommt vorbei: Unser monatliches offenes Treffen findet am 3. Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr im Selbstverwalteten Zentrum in der Nieberdingstraße 8 statt. Veranstaltungshinweise siehe unten oder bei münster alternativ.

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Kommenden Donnerstag: Deutsche AntifaschistInnen in Barcelona (1933-1939) – Lesung mit Dieter Nelles

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Das Problem heißt nicht einfach »Pegida«! – Unser Flugblatttext zur Demo

Das Erstarken von Bewegungen wie Pegida geht mit einer tiefgreifenden Verunsicherung über das bestehende politische und wirtschaftliche System einher. Die Linke, die Gewerkschaften und andere emanzipatorische Kräfte schaffen es offenbar nicht mehr, ihre eigene gesellschaftliche Vision als Antwort auf diese Verunsicherungen zu kommunizieren. Anstatt schlichtweg “gegen Pegida” zu demonstrieren, sollten wir unsere gemeinsamen Interessen wahrnehmen und uns im Alltag gegen Ausbeutung, Diskriminierung und autoritäre Strukturen organisieren. Und dazu ist eine kämpferische Gewerkschaft genau das richtige Mittel! Das ist unsere Botschaft an die hoffentlich zahlreichen Demonstrant*innen am 30. Januar in Münster.

Überall in Europa erleben wir aktuell ein Erstarken rassistischer, autoritärer und nationalistischer Bewegungen. Die Gründe dafür sehen wir vor allem in den materiellen
Ängsten der Bevölkerung, der Verbreitung populistischer Erklärungsmuster zu aktuellen
gesellschaftlichen Umbrüchen und dem autoritären Umgang mit wirtschaftlichen
und gesellschaftlichen Krisen: »Mutti soll es richten«!? Immer mehr Menschen werden
sich der Unsicherheit unseres politischen und wirtschaftlichen Systems bewusst. Doch eine fundierte und breite Diskussion darüber findet nicht statt. Wollen wir unsere Mitmenschen nicht an Rechte und Populisten verlieren, müssen wir handfeste Alternativen entwickeln.

Und da hilft eine gute Gewerkschaft!

Wir streben eine Welt frei von Bevormundung, Ausbeutung und Diskriminierung an:
Nicht erst irgendwann, sondern in greifbarer Reichweite. Wir können staatliche und wirtschaftliche Strukturen nur von unten her in die Knie zwingen, in dem wir auf der Arbeit, in der Schule, an der Uni, auf dem Amt und zu Hause unsere gemeinsamen Interessen abstimmen und durchsetzen. Wir brauchen eine kompromisslose, internationale Gewerkschaftsarbeit! Wir müssen verhindern, dass sich Kolleg*innen aus verschiedenen Ländern mit Standortargumentationen gegeneinander ausspielen lassen. Wir müssen verhindern, dass unsere eingewanderten Kolleg*innen zum Feindbild werden, anstatt der Unternehmen, die sich auf deren und unsere Kosten bereichern. Aber auch als Schüler*innen, Auszubildende oder Studierende dürfen wir uns nicht tagtäglich gegeneinander ausspielen lassen, sondern sollten unsere gemeinsamen Interessen erkennen und dafür kämpfen. Diese Alternative versuchen wir als Freie Arbeiter*innen-Union (FAU) zu leben. Wir versuchen damit täglich Arbeit zu leisten, um
populistischen und nationalistischen Tendenzen den Boden zu entziehen. Gleichzeitig wollen wir die Chance erhöhen, noch eine gerechtere, freie Welt erleben zu können.

Egal ob du erwerbslos bist, studierst, als Selbständige*r, im Minijob oder Vollzeit arbeitest, vielleicht dich auch ohne Papiere im Land aufhältst: Du kennst Menschen, hast Interessen, Wissen, Talente und Möglichkeiten in deiner Lebensrealität mit gegenseitiger Unterstützung etwas zu bewegen. Daher: Hilf uns, hilf anderen und hilf dir selbst – organisier dich mit uns zusammen, eine solidarische, kämpferische, antinationalistische Gewerkschaftsbewegung zu schaffen!

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Freitag 13. Februar: FAU-Infoabend – Ausbeutung im Schweinegürtel

Ausbeutung im Schweinegürtel – Wie osteuropäische Arbeiter*innen geprellt werden, wie in Fleischindustrie und Landwirtschaft Arbeitsrechte verletzt werden, und welche Möglichkeiten wir haben, daran etwas zu ändern.

Mit dem spektakulären Fall der rumänischen Arbeiter am Milliardenprojekt „Mall of Berlin“ erhielt das Thema Ausbeutung migrantischer Arbeiter*innen große mediale und gewerkschaftliche Aufmerksamkeit – das ist nur eine Spitze des Eisbergs: Falsche Versprechungen, geprellte Löhne, insolvente Subunternehmen, menschenunwürdige Unterbringung oder Obdachlosigkeit… – das passiert auch vor unserer Haustür, im Münsterland ist z.B. die Fleischindustrie eine typische Branche. Oft ziehen die Betroffenen solcher Praktiken weiter, ohne ihre Löhne erhalten zu haben: Es fehlen ihnen materielle Ressourcen oder Sprachkenntnisse; (gewerkschaftliche) Unterstützungsstrukturen sind nicht flächendeckend vorhanden, und manchmal hilft selbst der Gang zum Gericht nicht. Dennoch: Gegenwehr ist möglich!

Von miesen Touren und gelungener Mobilisierung der lokalen Öffentlichkeit berichten Aktive, die im 2013 und 2014 polnische Arbeiter in Emsdetten unterstützten. Weitere Praxiserfahrungen steuert die FAU bei: Manchmal reicht eine kleine gewerkschaftliche Intervention aus, um Lohnforderungen durchzusetzen, manchmal beißt man sich jedoch die Zähne aus…

Freitag 13.2., 20 Uhr
Selbstverwaltetes Zentrum, Nieberdingstr. 8

Ab 19 Uhr Offenes Treffen für Interessierte.

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Fr. 9.1.2015: Offenes Treffen, Einführung + Input zu aktuellen Kämpfen

Wir beginnen das neue Jahr mit einem Infoabend für Interessierte: Am Freitag, 9. Januar ab 19 Uhr findet unser monatliches offenes Treffen in der Nieberdingstr. 8 statt. Neben der Gelegenheit zum Kennenlernen gibt es einen Input zu aktuellen gewerkschaftlichen Kämpfen. Insbesondere wollen wir über den Lohnkampf an der Mall of Berlin informieren – und hoffentlich Erfolg vermelden können, aber auch nicht vergessen, dass derartige Ausbeutungsverhältnisse keine Ausnahme sind und auch hier in der Region vorkommen, insbesondere in der Fleischindustrie, wie ein Beispiel aus Emsdetten im vergangenen Jahr zeigt. Wer schon etwas mehr wissen will:

Hier gibts aktuelle Infos zur Mall of Berlin: berlin.fau.org/mall und facebook.com/mallofberlin

…sowie zum “Schweinegürtel” ein Beitrag aus der Zeit.

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[Video] Vadim Damier: Krieg in der Ukraine. Machtproben in einem zerrissenen Land

Am 10. November war Vadim Damier aus Moskau zu einem Vortrag in Münster. Wir unterstützten die Veranstaltung. Die Filmwerkstatt Münster und die Zeitung Graswurzelrevolution dokumentieren den ganzen Vortrag (90 Min.) als Video bei Youtube.

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Eine kleine Terminvorschau

…und zwar rückwärts:

* am Dienstag, den 16.12., 19.30 Uhr. gibt’s in der Nieberdingstr. 8 eine Lesung und Diskussion: “Ein Streifzug durch das Lexikon der Leistungsgesellschaft oder was neoliberale Ideologie mit dem Alltag zu tun hat”:

flyer_friedrich Der Streifzug durch alltägliche Begriffe der “Leistungsgesellschaft” möchte in assoziativer und mitunter unterhaltsamer Weise die gegenwärtige Ideologie des Kapitalismus erkunden. Sebastian Friedrich ist Publizist und Aktivist. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und aktiv bei der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP). Regelmäßig erscheint in der Monatszeitszeitschrift Analyse&Kritik seine Kolumne “Lexikon der Leistungsgesellschaft”.

* Drei Tage vorher, am 13.12. sind wir auf der Alternativen Party in der Baracke, die um 20 Uhr mit einem Konzert beginnt.

* Am selben Tag findet in Münster eine Demonstration gegen das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP statt. Mehr dazu gibt es hier.

* Am Freitag, den 12.12. ist unser monatliches Offenes Treffen, wiederum in der Nieberdingstr. 8.

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Was bedeutete der Gesetzentwurf zur Tarifeinheit, wenn er denn “Recht” würde?

Arbeitgeber und Regierung wollen Tarifeinheit, Streiks erschweren und angeblich dabei das Streikrecht nicht einschränken. Was steckt drin im Gesetzentwurf? Was würde er für kleine, kämpferische Gewerkschaften bedeuten? Was für ein Humbug wird und eigentlich gerade in den Medien erzählt? Eine Einschätzung zum Mithören von Arbeitsrechtsexperte Dr. Rolf Geffken bei Radio Dreyeckland.

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10. November: Veranstaltung zur Ukraine mit Vadim Damier

online_Postkarte_Münster_Seite_1 Krieg in der Ukraine: Tausende sind gestorben, Hunderttausende
auf der Flucht. Es gibt Zwangsrekrutierungen, aber auch
Desertionen und Proteste gegen den Krieg. Europäische Union
und USA mit der NATO auf der einen Seite und Russland auf der anderen Seite versuchen, die Ukraine oder möglichst große Teile von ihr in ihren Einfl ussbereich zu ziehen. Damit wird eine Fortsetzung des Krieges riskiert. Die Europäische Union forderte die Ukraine mit dem Assoziierungsvertrag, der auch eine militärische Komponente enthielt, faktisch auf, sich zu Lasten der engen Beziehungen zu Russland an die EU zu binden. Die Bevölkerung im Westen der Ukraine verbindet dies mit Hoffnungen auf eine bessere wirtschaftliche Entwicklung. Im Osten hingegen orientieren sich viele nach Russland.
Nachdem der damalige Präsident Janukowytsch erklärt hatte, das Assoziierungsabkommen nicht zu unterzeichnen, löste dies Proteste gegen die Regierung aus. In einer späteren Phase des Majdan-Protestes mündete dies auf der einen Seite in die umstrittene Absetzung des Präsidenten, eine neue Regierung mit Beteiligung antirussischer Rechtsextremer sowie wachsende Gewalt ukrainischer faschistischer Gruppen. Auf der anderen Seite steigerte genau diese Entwicklung die schon vorhandene Unzufriedenheit breiter Bevölkerungsteile der Krim mit der Regierung in Kiew und eine Hinwendung zur Russischen Föderation, in der Folge zur militärischen Besetzung der Krim durch Russland. Forderungen nach Autonomie und Abspaltung in der Ost-Ukraine wurden mit russischer Hilfe zunehmend gewaltsam vertreten. Im September wurde ein Waffenstillstand vereinbart, mit ungewissem Ausgang.
Wir wollen einen anderen Blick ermöglichen, als uns die Medien vermitteln, und haben dafür Dr. Vadim Damier aus Moskau eingeladen. Er wird in seinem Vortrag eine alternative Sicht aus Russland darlegen. Er wird ausführen, welche Einfl üsse und Allianzen es auf den unterschiedlichen Seiten gibt und welche Bedeutung und Folgen die Internationalisierung des Konfl iktes haben. Er wird auch einen Blick auf die Situation in den Nachbarländern werfen. Träger der Veranstaltungsreihe sind Connection e.V. und das DFG-VK Bildungserk Hessen.

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Ein erster Bericht vom Recht-auf-Stadt-Tag – und Einladung zum nächsten Bündnistreffen

Di2014-08-23 17.21.24e Kundgebung unter dem Motto „Münster gehört allen“ begann münstersommerlich mit einem kräftigen, stürmischen Hagelschauer und einer Übung in spontaner Selbstorganisation: Gemeinsam schafften es alle Anwesenden, den Pavillon und alle Utensilien beisammen und trocken zu halten.

Mit zunehmend besserem Wetter mehrte sich auch das Publikum für ein knappes Dutzend Redebeiträge zu Missständen der Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik in Münster, unterschiedlichen Formen sozialer Ausgrenzung in der Stadt, aber auch Beispielen erfolgreicher Selbstorganisation wie dem des seit über 20 Jahren bestehenden Wohnprojekts Breul-Tibus, das Bernd Drücke vom Verein zur Erhaltung preiswerten Wohnraums vorstellte, oder des Mietshäusersyndikats, der erfolgreichen Verhinderung von Abschiebungen in Osnabrück und des Offenen Antirassistischen Treffens in Emsdetten, das sich gegen die prekäre Wohn- und Arbeitssituation osteuropäischer Arbeiter in der Fleischindustrie engagiert hat.

Weitere Beiträge des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, von Carsten Peters (GEW) und Tim Osterhaus (AStA der Uni Münster) befassten sich mit Kontrolle und Überwachung im Öffentlichen Raum, den geplanten Großprojekten im Hafen sowie der Lage auf dem Wohnungsmarkt. Auch die hausgemachte Misere Münsters bei der Unterbringung von Flüchtlingen, die nun etwa in Containern an oft abgelegenen Stellen unterkommen sollen, war Gegenstand deutlicher Kritik.

Die Quintessenz: Die aktuelle Stadtentwicklungspolitik ist eine Politik für die Wohlhabenden und Kaufkräftigen – die Interessen der Wenigerverdienenden und sozial Benachteiligten an preiswerten Wohnraum und einer für sie lebenswerten Innenstadt bleiben vielfach auf der Strecke.

Auch wurden Themen angesprochen, die im Allgemeinen wenig im Licht der Öffentlichkeit stehen und nur auf den zweiten Blick mit dem „Recht auf Stadt“ zu tun haben: So sind steigende Mieten nur die eine Seite zunehmender sozialer Spaltung der Städte – die andere Seite sind niedrige Löhne. Festzustellen ist leider, dass in vielen urbanen Niedriglohnsektoren, wie der Gastronomie, die Gewerkschaften nur begrenzt in der Lage scheinen, der Misere Herr zu werden. Auch sind Arbeitrechtsverletzungen gang und gäbe. Hier sind, so plädierte die FAU Münsterland, neue Konzepte der Aufklärung und Selbstorganisation vonnöten. Nacktbaden im Kanal? Oben ohne in der Öffentlichkeit? Juristisch eine „Erregung öffentlichen Ärgernisses“, aber auch eine Geschlechterfrage, eine Frage der Anpassung oder Nichtanpassung, eine Frage des sexualisierten Diskurses über unser Aussehen und körperliche „Normalität“, der beispielsweise der seitens der Bekleidungsindustrie angeheizt wird. Soziale Ausgrenzung erlebt auch, wer sich diesen „Normalitäten“ nicht anpassen will oder kann – auch hier liegt es an uns, sie kollektiv herauszufordern, damit wir so sein können wie wir wollen!

Eine weitere Quintessenz also: Nur gemeinsam sind wir stark! Gemeinsam sollten wir zu einem neuen Selbstbewusstsein finden, dass wir nicht den herrschenden Zuständen hilflos ausgesetzt sind. Viele unterschiedliche soziale Kämpfe gegen soziale Spaltung und Ausgrenzung gehören zusammen!

2014-08-23 16.36.32

Das Bündnis Recht auf Stadt Münster danken allen, die sich beteiligt haben, und insbesondere dem Liedermacher Baxi für seine Geduld mit hapernder Aussteuerung und spontanen Planänderungen, während er mit Gitarre und bissigen Texten viel mehr als der musikalische Pausenfüller war.

Wir haben uns ein Stück öffentlichen Raum genommen und mit dem gefüllt, was uns wichtig war. Über weitere Aktivitäten will das Bündnis Recht auf Stadt Münster gemeinsam mit Interessierten am Dienstag, 9. September 2014 um 20 Uhr im ITP, Friedrich-Ebert-Str. 7 nachdenken.

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